Kulturhauptstadtbewerbung 2025. 365°LEBEN Zittau für die 3Länderregion

 

 

WAS VERBIRGT SICH HINTER DER INITIATIVE „KULTURHAUPTSTADT EUROPAS“?

Das Offizielle in aller Kürze: es ist ein Wettbewerb. Jedes Jahr vergibt die Europäische Union den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ an mindestens zwei Städte. Die Initiative soll dazu beitragen, die Vielfalt, die Gemeinsamkeiten und den Reichtum des kulturellen Erbes Europas hervorzuheben und erlebbar zu machen. Dabei
sollen die Menschen ein besseres Verständnis füreinander und für sich selbst als Bürger Europas entwickeln. Beteiligung wird dabei großgeschrieben, jeder ist dazu eingeladen sich einzubringen und mitzugestalten.


 

WARUM HABEN WIR UNS BEWORBEN?

Als ländlicher Raum fern ab großer Metropolzentren heben wir unsere trinationale Fahne stellvertretend für all die Regionen Europas, deren Alltagsrealität ähnlich wie unsere von Leerstand und Strukturwandel betroffen ist. Es gilt gemeinsam Wege zu finden, von Großindustrie und Braunkohletagebau hin zu einer modernen europäischen Kulturregion. Der Prozess sollte uns dabei helfen, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir haben so viele Stärken und große Herausforderungen. Beides macht uns zu dem, was wir sind.


 

UNSERE BOTSCHAFT: EUROPA MIT EUROPA BEGEGNEN

Alles ist im Wandel. Die von uns hier inzwischen als Selbstverständlichkeit empfundene europäische Union durchläuft derzeit einen Belastungstest, den wohl nur wenige in dieser Intensität erwartet haben. In kaum einer anderen Region würde das bedrohliche Voranschreiten europafeindlicher Kräfte so unmittelbar spürbar und folgenreich sein wie hier in der Dreiländerregion, im ländlichen Raum. Umso wichtiger ist es für uns, genau in diesem Moment Kritik zwar Ernst zu nehmen und dennoch näher zusammenzurücken, gemeinsam starke kreative Gegenentwürfe zu zeichnen und sie der wachsenden Unsicherheit entgegenzusetzen.
Unser Motto für die Bewerbung war 365°LEBEN geht einher mit der gelebten Vision aus drei nationalen Rändern eine trinationale Region werden zu lassen und somit Europa von innen heraus zu stärken. Ob im ausgeprägten Vereinswesen oder im starken bürgerschaftlichen Engagement, überall zeigt sich längst die grenzüberschreitende Bereitschaft und der Wille der Menschen ihre Zukunft selbst zu gestalten und für positive Veränderungen zu kämpfen.


 

VORAUSWAHL: ZITTAU AUS DEM RENNEN

Am 12. Dezember hat sich die Europäische leider gegen das Weiterkommen unserer Bewerbung in die Entscheidungsrunde entschieden. Fünf von acht Städten haben es in die zweite Runde geschafft: Magdeburg, Hannover, Nürnberg, Chemnitz und Hildesheim. Das Gremium fand dennoch deutlich ermutigende Worte und bestärkte das Team, die Stadt Zittau und die 3-Länder-Region aus den Bewerbungsvorbereitungen Nutzen zu ziehen und weiterhin in Kultur in der Rolle als Schlüsselelement zur räumlichen Entwicklung zu investieren.

„Wir werden für Zittau und die Region versuchen, mit Hilfe des Freistaats die wichtigsten Projekte in die Umsetzung zu bringen, um aus dem Vorhaben die Energie für unsere Region zu verwenden, die vor allem aus der Wechselwirkung des Bewerbungsteams und des Freundeskreises mit der Bevölkerung entstanden ist. Besonders wertvoll erscheint mir derzeit zudem die enorme Öffentlichkeitswirkung für unsere Region, die nicht nur Zittau, sondern der Oberlausitz insgesamt wie auch dem Dreiländereck zu Gute gekommen ist“, so Oberbürgermeister Thomas Zenker.

Wir bedanken uns bei allen, die sich bis hierher stark engagiert und uns finanziell, persönlich, organisatorisch zur Seite gestanden haben. Hier sind besonders der Freistaat Sachsen, der Landkreis Görlitz, die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und das Planungsbüro AIZ, der Freundeskreis der Kulturhauptstadtbewerbung und viele andere Akteure hervorzuheben.

Weitere Informationen zu der Bewerbung finden Sie hier: https://zittau2025.de/


 

WIE GEHT ES WEITER?

Von Beginn an war es das Ziel, etwas Bleibendes zu schaffen - ganz egal wie weit wir im Kulturhauptstadtprozess auch kommen mögen. Ganz im Sinne dieses Nachhaltigkeitsgedankens ist es nun die logische Konsequenz darüber nachzudenken, wie wir, nach dem Aus der Bewerbung, weitermachen und all dem, was bis dahin wachsen konnte, ein sicheres Fundament geben.
Während der letzten zwei Jahre hat sich eines ganz deutlich gezeigt: Menschen brauchen Räume – Räume um einander zu begegnen, Räume für konstruktiven Austausch, Räume für gemeinsame Ideen und Räume, wo ihr Wille zum aktiven Engagement ein leicht zugängliches Zuhause findet. Einen Ort, der gleichermaßen das Bedürfnis nach kreativem Freiraum, nach Mitgestaltung und einem offenen Ohr fernab der Verwaltung erfüllt, gibt es nicht. Doch liegt eine Idee in der Luft, die uns dieser Vision ein kleines Stück näherbringt – Die Stadtwerkstatt Zittau.
Im Zusammenwirken verschiedener Kräfte wie dem Freundeskreis, der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement wollen wir versuchen mit der Stadtwerkstatt einen Ort zu schaffen, der den Bedürfnissen unserer Stadtgesellschaft nach mehr Zusammenhalt, konstruktivem Dialog und gemeinsamen Engagement nachkommt.

Schwerpunkte der Projektidee Stadtwerkstatt:

  • Raum für Ideen, Dialog und Austausch, Vernetzung innerhalb der Bürgerschaft, aber auch zw. Verwaltung, Wirtschaft und Kultur
  • Installation und Etablierung eines Bürgerfonds – als unbürokratische finanzielle Unterstützung für kleine Bürgerprojekte, Unterstützung bei der Suche nach weiteren Fördermöglichkeiten
  • Betreuung und Weiterentwicklung der Plattform „HerZIdee“
  • Umsetzung von nachhaltigen und übertragbaren Ideen/Projekten